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06.05.2011
Schüler der Clay-Oberschule sprechen über die Gefahren im Internet - ein Lehrer hat sogar ein Buch über "Cybermobbing" geschrieben
Weiterlesen: http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/2011/0506/berlin/0027/index.html
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05.05.2011
16:17 Uhr
Von Lorenz Maroldt
Kontrapunkt
"Vera" ist ein Problemkind
Die Vergleichstests werden nicht veröffentlicht. - Foto: dapdEin Ranking wird es nicht geben. Die Vergleichstests an Schulen, "Vera" genannt, werden nicht veröffentlicht. Ein knallharter Wettbewerb zwischen Schulen ist zwar unsinnig. Gegenüber Eltern ist es andererseits entmündigend, ihnen Daten über die Qualität der Schule vorzuenthalten.
Bildungssenator Zöllner hat sein "Qualitätspaket" für die Schulen noch mal aufgemacht und die Veröffentlichung der Vergleichsarbeiten herausgenommen. Somit wird es das nicht geben, was viele Schulleiter, aber auch viele Experten ohnehin nicht wollten: ein Ranking. Der Sinn von "Vera", wie die Vergleichstests genannt werden, sei es, dass die Schulen ihre Defizite erkennen, nicht aber, dass die schlechteren unter ihnen von jedem benannt werden können. Aber was sollen das für Schulen sein, die nicht auch so wüssten, was bei ihnen schlecht läuft? Und was sagen die Leistungen von Achtjährigen wirklich darüber aus, wie gut ihre Lehrer sind? "Vera" ist, so oder so, ein Problemkind.
Die Diskussion über die Vergleichstests an Schulen erinnert stark an diejenige über die Veröffentlichung von Qualitätsdaten in Krankenhäusern. Per Gesetz dazu verpflichtet, liefern die Kliniken seit einigen Jahren statistisches Rohmaterial über Erfolg und Misserfolg ihrer Operationen ab. Anhand der Daten können für bestimmte Indikationen Vergleiche zu anderen Kliniken gezogen werden, was der eigenen Qualitätssicherung dienen soll. Gegen eine öffentliche Auswertung des Rohmaterials hatten die Krankenhausleitungen starke Vorbehalte: Ein sich daraus ergebendes Ranking würde die konkreten Umstände nicht berücksichtigen; wer einmal unten lande, verliere das Vertrauen der Patienten und habe erst recht keine Chance mehr, sich zu verbessern. Aber ist das so?
Ein knallharter Wettbewerb ist zwischen Schulen ebenso unsinnig wie zwischen Kliniken, dafür sind die Anforderungen und Bedürfnisse zu verschieden. Eine Grundschule in einem sozialen Brennpunkt wird es auch mit noch so viel Geld und Einsatz immer schwerer haben, einen der vorderen Plätze in einem Ranking zu erobern, als eine Grundschule in einem Viertel, in dem die Erstklässler im Wagen vorgefahren werden und schon lesen, schreiben und rechnen können, bevor die Schultüte ausgepackt ist. So gesehen ist der Leistungsgedanke, der sich aus der Rankingtabelle zwangsläufig ergibt, unsinnig. Andererseits ist die fehlende Transparenz auch ein Tranquilizer: Je weniger Druck es gibt, desto größer die Versuchung, sich dem Schicksal und der Bildungsverwaltung zu ergeben. Gegenüber Eltern ist es entmündigend, ihnen Daten über die Qualität der zugewiesenen Schule vorzuenthalten, und da es um ihre Kinder geht, zugleich eine arrogante Anmaßung. Es ist ja nicht jedem alles gleich wichtig. Auch an Schulen, die bei "Vera" insgesamt weniger gut abschneiden, kann es herausragende Leistungen geben, von Schülern wie von Lehrern.
So, wie "Vera" aber läuft, ob mit oder ohne Veröffentlichung, läuft es in die falsche Richtung. Lehrer sind in Versuchung, die Ergebnisse ihrer Schüler zu frisieren, um selbst in einem besseren Licht dazustehen, Eltern setzen ihre Kinder aus demselben Grund unter Druck. Dabei soll ja eigentlich nicht individuell jeder Schüler getestet werden, sondern erkannt werden, wo es Verbesserungsbedarf gibt. So gesehen wäre es für Eltern und Lehrer eher besser, ihre Kinder und Schüler schlecht abschneiden zu lassen. Das garantiert Aufmerksamkeit und Zuwendung. Da wir hier aber im armen Berlin sind, leider nicht genügend Zuwendungen. Davon abzulenken, ist "Vera" in jedem Fall geeignet.
http://www.tagesspiegel.de/meinung/vera-ist-ein-problemkind/4139482.html
04.05.2011 23:34 UhrVon Susanne Vieth-EntusKommentare: 6
Bildung
Nach Experten-Kritik will Bildungssenator Zöllner auf die Veröffentlichung von Ergebnissen verzichten. Sein Paket zur Qualitätsverbesserung in Schulen und Kitas wird am Freitag vorgestellt.
Bildungssenator Jürgen Zöllner (SPD) will auf die hoch umstrittene Veröffentlichung der Ergebnisse von Vergleichsarbeiten nun offenbar doch verzichten. „Die Warnungen von Schulpraktikern und Wissenschaftlern haben ihn letztlich zum Umdenken bewegt“, hieß es am Mittwoch aus Schulleiterkreisen. Nach Informationen des Tagesspiegels bleiben andere Elemente seines lang diskutierten Qualitätspaketes aber erhalten. Die geplanten Neuerungen zur Qualitätsverbesserung in Schulen und Kitas will Zöllner am Freitag vorstellen.
Die Frage des Umgangs mit den Vergleichsarbeiten in den dritten und achten Klassen (Vera 3 und Vera 8) hatte stets im Zentrum der Auseinandersetzung gestanden.
Zweimal hatte die Initiative „Schulen im sozialen Brennpunkt“ über 1000 Unterschriften gesammelt, um gegen Vera 3 zu protestieren. Kritik gab es an der Art der Aufgaben, vor allem aber an der Absicht, die Ergebnisse jeder einzelnen Schule künftig im Internet zu veröffentlichen und damit ein Schulranking zu ermöglichen.
Um diesen Disput zu klären, hatte Zöllner im Februar eine öffentliche Diskussion mit Fachleuten initiiert. Dort wurde deutlich, dass selbst „Pisa-Papst“ Jürgen Baumert keine Lanze für das Vorhaben brechen wollte. Auch Vertreter des Instituts für Schulqualität und leitende Mitarbeiter der Bildungsverwaltung bewerteten das Vorhaben kritisch. Ein Übriges taten dann offenbar die Warnungen von rund 50 Schulleitern aus Mitte, die in einer internen Sitzung Zöllner nochmals erläuterten, warum die Veröffentlichung der Ergebnisse aus ihrer Sicht keinen Beitrag zur Qualitätsverbesserung darstelle.
Das Hauptargument gegen die Veröffentlichung besteht darin, dass dies dem Sinn von Vera widerspricht: Die Vergleichstests sind nicht als Ranking-, sondern als Diagnoseinstrument angelegt. Schulen sollen anhand der Ergebnisse genauer feststellen können, wo die Defizite liegen. Eine Veröffentlichung der Ergebnisse würde unweigerlich dazu führen, so die verbreitete Überzeugung, dass die Lehrer gezielt auf den Test hinarbeiten oder sogar „schummeln“ würden, um das Ergebnis zu schönen. „Brennpunktschulen brauchen Wertschätzung, keine Bloßstellung“, mahnte am Mittwoch Inge Hirschmann vom Grundschulverband. Angesichts dessen, dass die nächste Vera-Arbeit schon am Dienstag geschrieben wird, warten die Schulen händeringend auf eine Aussage Zöllners, wie er es denn nun halten will mit der Veröffentlichung.
Selbst die sonst sehr für Transparenz streitende FDP-Abgeordnete Mieke Senftleben hält es vorläufig für besser, die Ergebnisse in den Schulen zu belassen. Dies sieht auch Schulexperte Özcan Mutlu von den Grünen so, ebenso wie Landeselternsprecher Günter Peiritsch.
Anders bewerten sie die Frage, ob die Ergebnisse der Abiturprüfungen und des Mittleren Schulabschlusses sowie die Schulinspektionsberichte zu veröffentlichen sind. Dieses Vorhaben Zöllners begrüßen sie, allerdings fordert Peiritsch, dass die Berichte zusätzlich in verständlicher und gekürzter Form zur Verfügung gestellt werden. Ebenfalls im Qualitätspaket erhalten bleiben dürfte Zöllners Vorschlag, die „Anerkennungskultur“ zu verbessern. Dazu gehört, dass neue Schulleiter bei einem Empfang offiziell begrüßt werden sollen. Nach Informationen des Tagesspiegels gibt es dafür schon den ersten Termin. Zöllner will zudem einen „Berliner Schulpreis“ ausloben und fleißige Schüler mit kleinen Präsenten belohnen. Was aus seinem Vorhaben wird, alle Lehrer zu Fortbildungen zu verpflichten, Druck auf schwache Schulleiter auszuüben und die Sprachförderung in Kita und Grundschule zu verbessern, wird Zöllner ebenfalls Freitag sagen müssen.
Auslöser der Qualitätsdiskussion war vor einem Jahr das schlechte Abschneiden der Berliner Neuntklässler bei bundesweiten Vergleichsarbeiten gewesen.
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03.05.2011, 17:50 Uhr
Berlin - In Berlin besuchen immer mehr Schüler mit Behinderung eine Regelschule. Aktuell lernen mehr als 8800 dieser Schüler gemeinsam mit nichtbehinderten.
Weiterlesen: http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/berlin/detail_dpa_30149874.php
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Wieder ist es soweit, die Wahl zum Abgeordnetenhaus und zu den Bezirksverordnetenversammlungen steht bevor!
Und wieder bietet das Netzwerk U18 in Zusammenarbeit mit dem Sozialpädagogischen Fortbildungsinstitut Berlin-Brandenburg eine Veranstaltung zur Unterstützung von Wahllokalen an.
U18 - Ein Projekt der jugendpolitischen Bildungsarbeit
In Kooperation mit dem 'Netzwerk U18 - Wahlen für junge Menschen unter 18’ werden jugendpolitische Bildungsmaßnahmen im Zusammenhang mit der Bundestagswahl 2011 vorgestellt, berlin-brandenburgweite Erfahrungen ausgetauscht und koordiniert.
Die Inhalte des Seminars sind:
- Wie kann U18 in Einrichtungen vermittelt werden?
- Was sind kind- und jugendgerechte Methoden, die Spaß machen?
- Wie werden Kinder und Jugendliche zur Teilnahme motiviert?
- Wie können Kinder und Jugendliche angeregt werden, selbst Projekte zu
- entwickeln?
- Wie kann U18 zur einer besseren Wahrnehmung von Kinder- und
- Jugendbelangen in der Politik führen?
- Wie werden politisch Verantwortliche in Veranstaltungen einbezogen?
Donnerstag, 26. Mai und Freitag 27. Mai 2011
jeweils von 10.00 bis 17.00 Uhr
Haus der Jugend Mitte, Reinickendorfer Str. 55, U9-Nauener Platz
(das Seminar findet wg. der Sanierung des Fortbildungsinstituts nicht in Glienicke statt)
Anmeldung:
Marcus Lehmann
Fon 9018 23483
Fax 9018 488 23483
Bitte geben Sie den Namen, Einrichtung, Adresse und Kontaktnummer an.
Mit freundlichen Grüßen
Marcus Lehmann
Jugendhilfeplanung
Bezirksamt Mitte von Berlin
Jugendamt
Jug Plan 2
Karl-Marx-Allee 31
10178 Berlin
T. (+49 30) 9018 23483
F. (+49 30) 9018 488 23483
M.
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