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Im Folgenden sind Artikel der jeweiligen Arbeitsgemeinschaften zu finden.

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Grundschule Leistung mangelhaft
Schreiben, lesen, rechnen: Spätestens bei den Vergleichstests zeigt sich, was die Drittklässler können oder eben nicht. von Martin Klesmann
Berliner Grundschüler haben in den bundesweit üblichen Pflichttests für Deutsch und Mathematik bemerkenswert schlecht abgeschnitten: Knapp 38 Prozent der geprüften Drittklässler erfüllten bei den sogenannten Vera-3-Aufgaben zum Leseverständnis nicht einmal die Mindeststandards der Kultusministerkonferenz.
Beim Zahlenrechnen bleiben sogar 43,4 Prozent aller Schüler auf der Kompetenzstufe 1 und damit unterhalb der Mindestanforderungen, bei der Wahrscheinlichkeitsrechnung sind es immer noch gut 30 Prozent.
Dies geht aus ersten Veröffentlichungen des Berliner Instituts für Schulqualität hervor, die der Berliner Zeitung vorliegen. Geprüft wurden Ende April und Anfang Mai 2010 erstmals vornehmlich die Drittklässler, die nach der Grundschulreform 2006 in der Schulanfangsphase in altersgemischten Klassengruppen gelernt haben.
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Interview: Willkommen in der Realität

Herr Buschkowsky, noch vor einiger Zeit wäre es undenkbar gewesen, dass Eltern aus dem linksalternativen Spektrum mit Blick auf den Nichtdeutschen Herkunft-Anteil von „umgekippten Klassen“ sprechen. Was hat sich geändert?

Anders als früher wird heute offener gesprochen. Bisher wurde nach außen das hohe Lied der Solidarität mit den Migranten und anderen Unterdrückten gesungen, aber das eigene Kind heimlich woanders zur Schule angemeldet. Natürlich fand sich ganz zufällig gerade zur Einschulung in einem anderen Bezirk eine tolle Wohnung. Es war im linken Spektrum ehrenrührig, zuzugeben, dass an der eigenen Wohnungstür Schluss mit lustig ist. Heute höre ich schon selbstbewusste Feststellungen, dass man mit dem eigenen Kind nicht experimentiert – bis hin zu dem Satz: Mein Kind ist doch kein Integrationspionier.
Wie kam es zu dieser neuen Offenheit?

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Schulwahl: Flucht vor Multikulti

Hätte Sarah geahnt, was auf sie zukommt, dann hätte sie den Mund gehalten. Vielleicht aus dem Fenster des Klassenzimmers geschaut, einfach nur die Vögel beobachtet und die vorbeiziehenden Wolken. Sie hätte diese Worte nicht ausgesprochen, nicht in dieser Klasse. Aber sie ahnte nicht, was auf sie zukommt. Deshalb sah sie nicht aus dem Fenster, sie hob den Finger und sagte diesen einen Satz: „Ich glaube nicht an Gott.“
Sarah besucht die vierte Klasse einer Kreuzberger Schule. Sie hat zwei Freundinnen: Marlene, eine Deutsche und Kia, eine Deutsch-Afrikanerin. Alle anderen kommen aus türkischen oder arabischen Familien. Wenn Sarah mit ihren beiden Freundinnen Arm in Arm über den Flur schlendert, wird sie schon mal als Lesbe beschimpft, daran hat sie sich gewöhnt. Aber seit diesem Satz –  „Ich glaube nicht an Gott“ – hat das Mobbing von Seiten der großteils strenggläubigen Mitschülern zugenommen. Bald wechselt Marlene auf eine neue Schule – wegen des kürzeren Wegs, aber auch wegen der ausgewogeneren Zusammensetzung der Klassen. Auch Kia wird gehen. Nur Sarah bleibt zurück, als einzige Schülerin ohne Migrationshintergrund in der Klasse.

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Steglitz-Zehlendorf Erstes Streichorchester an Berliner Grundschule
Die Dunant-Grundschule an der Gritznerstraße in Steglitz hat ein Streichorchester für die Erstklässler gegründet - ein Projekt, das in dieser Form nach Aussage der Schule einmalig in Berlin ist. 22 Kinder, die 2009 eingeschult wurden, lernen zwei Jahre lang in der Gruppe das Spiel von Geige, Bratsche oder Cello. Die Ausbildung an den Instrumenten ist zweimal in der Woche in den regulären Unterricht eingebettet. Die Instrumente werden den Kindern leihweise zur Verfügung gestellt. Ins Leben gerufen wurde die Streichergruppe im Rahmen einer Kooperation zwischen der Dunant-Grundschule und der Leo-Borchard-Musikschule in Steglitz-Zehlendorf. kla
 
Grundschullehrer wollen lieber zu zweit in einer Klasse arbeiten

Berlins Grundschullehrer proben den Aufstand. Sie fordern grundlegende Verbesserungen der Arbeitsbedingungen an ihren Schulen. Die erhebliche Belastung von Lehrern und Erziehern müsse reduziert werden, heißt es in einer Resolution an Bildungssenator Jürgen Zöllner (SPD).
"Es brodelt an der Basis", sagte Christoph Kohlstedt vom Personalrat der Lehrer in Reinickendorf. Zu den wesentlichen Forderungen der Grundschulpädagogen gehört, dass in der Schulanfangsphase (Klasse 1 und 2) durchgängig zwei Lehrer in jeder Klasse eingesetzt werden sollen. Diese sogenannte Doppelsteckung war ursprünglich zwar vorgesehen, kann aber wegen des Personalmangels oft nicht durchgeführt werden.

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Eltern: Lehrer müssen aus Vergleichsarbeiten lernen

 Der Umgang mit den Tests variiert offenbar von Schule zu Schule – andere Bundesländer sind irritiert über Berliner Debatte von Martin Klesmann

Der Landeselternausschuss hat die Berliner Grundschullehrer gestern aufgefordert, die Vergleichsarbeiten der dritten Klasse ernst zu nehmen und aus schlechten Testergebnissen auch Konsequenzen zu ziehen. „Wir haben an den Schulen ganz unterschiedliche Erfahrungen gemacht“, sagte René Faccin, Vize des Landeselternausschusses (LEA). Vielfach könnten Lehrer mit den Testergebnissen gar nicht viel anfangen, oft würden auch die Eltern nicht informiert. 

Faccin, der auch Mitglied der Schulinspektion ist, reagiert damit auf den Protestbrief der von über 1 000 Berliner Grundschulpädagogen, die die Vergleichsarbeiten am liebsten abschaffen wollen. Ihr Argument: Viele Schüler aus Schulen in sozialen Brennpunkten würden die gestellten Aufgabentexte nicht verstehen.

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Verpflegungsangebote an weiterführenden Schulen
Sehr geehrte Schulleiter/-innen, Eltern, Schüler/-innen und weitere Interessierte,
im Zuge der Schulstrukturreform werden ab dem kommenden Schuljahr alle Sekundar-schulen sowie ein Gymnasium pro Bezirk zu Ganztagsschulen umgewandelt. Was an den Grundschulen bereits zum erfolgreichen schulischen Alltag geworden ist, stellt für die meisten der weiterführenden Schulen eine neue Herausforderung dar: die Organisation eines verlässlichen und qualitativ hochwertigen Verpflegungsangebots als wesentlicher Teil des Ganztagsangebots. Wichtige Voraussetzungen hierfür sind neben Qualitätsstandards und entsprechenden Räumlichkeiten auch klare Verantwortlichkeiten und die Möglichkeit zur Teilnahme auch für Schüler/-innen aus sozial benachteiligten Familien.
Landeselternausschuss und Vernetzungsstelle Kita- und Schulverpflegung Berlin laden Sie herzlich ein, mit uns unter dem Titel
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Volksbegehren fordert Schulhorte für alle Fünft- und Sechstklässler

Sorge um die Schlüsselkinder Volksbegehren fordert Schulhorte für alle Fünft- und Sechstklässler von Martin Klesmann Ab sofort werden Unterschriften für ein neues Volksbegehren zur besseren Ausstattung der Grundschulhorte gesammelt. "Das Ganztagsangebot an Grundschulen darf keine Mogelpackung sein", sagte Burkhard Entrup, Vorsitzender des Landeselternausschuss Kita (Leak) und Hauptorganisator des Volksbegehrens "Grundschulkinder, leben und lernen in der Ganztagsschule, 1+ für Berlin". Nach Berechnungen der Initiatoren würden Mehrkosten von 99 Millionen Euro pro Jahr entstehen. Der Senat hingegen geht von jährlichen Mehrkosten in Höhe von 131 Millionen Euro aus, zudem würden für zusätzliche Horträume 113 Millionen Euro gebraucht.

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Mehr Personal in die Horte

Unterschriftensammlung für neues Volksbegehren beginnt Von Martin Klesmann

Burkhard Entrup schätzt Volksbegehren, um an öffentliches Geld für seine politischen Ziele zu kommen. Der Vorsitzende des Landeselternausschusses Kita brachte den rot-roten Senat im vergangenen Jahr bereits mit einem Volksbegehren dazu, mehr Erzieher einzuplanen und kleinere Kita-Gruppen zu ermöglichen.

Nun wollen Entrup und seine Mitstreiter mit einem weiterem Volksbegehren die Grundschulhorte personell besser ausstatten und generell für Fünft- und Sechstklässler öffnen. Bislang muss der Bedarf nachgewiesen werden. "Ab Mitte Mai wollen wir die nötigen 20 000 Unterschriften sammeln, um ein Volksbegehren beantragen zu können", sagte Entrup gestern. Man werde in Schulen, bei Elternabenden und selbst in Freibädern um Unterschriften bitten. Der eigentliche Volksentscheid, bei dem sich dann mindestens 25 Prozent der Wahlberechtigten an der Abstimmung beteiligen müssen, könnte zeitgleich mit der Abgeordnetenhauswahl im Herbst 2011 erfolgen, schlug Entrup gestern vor. Den Text für eine Gesetzesänderung habe man bereits erarbeitet.

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Volksbegehren für Hortkinder startet

Der Kita-Landeselternausschuss will ab Mai Unterschriften für ein neues Volksbegehren sammeln, um Betreuungslücken zu schließen. Die Initiatoren fordern einen Rechtsanspruch auf einen Hortplatz auch für Fünft- und Sechstklässler.

Ab nächsten Monat sollen Unterschriften für das neue Volksbegehren gesammelt werden: Die Initiatoren wollen so die Lücke in der Hortbetreuung für Schüler der fünften und sechsten Klasse schließen. „Wir fordern einen Rechtsanspruch auf einen Hortplatz“, sagte gestern der Vorsitzende des Landeselternausschusses Kita (Leak), Burkhard Entrup, der bereits das Kita-Volksbegehren initiiert hatte.

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Die Noten und das Los sollen entscheiden

Senator Zöllner hat festgelegt, wie Schüler einen Platz an begehrten Oberschulen erhalten von Martin Klesmann

Gute Noten, spezielle Neigungen, besonderer Fleiß oder ein Test entscheiden künftig maßgeblich über den weiteren Bildungs- und Lebensweg eines Berliner Sechstklässlers. Anhand von maximal vier Kriterien sollen Schulleiter an besonders stark nachgefragten Gymnasien und Sekundarschulen künftig mindestens 60 Prozent ihrer Schüler aussuchen. Dabei spielt der Notendurchschnitt von zwei Grundschulzeugnissen in Klasse 5 und 6 eine Rolle. Wahlweise kann der Schuleiter auch die Notensumme vier ausgewählter Fächer heranziehen oder bestimmte Schülerkompetenzen wie selbstständiges Arbeiten einfordern oder einfach einen Test schreiben lassen.

Zuvor schon werden maximal 10 Prozent der Schüler nach einer so genannten Härtefallregelung aufgenommen. Dabei handelt es sich etwa um Kinder, deren Geschwister schon auf die Schule gehen. Nachdem dann also insgesamt 70 Prozent der künftigen Schüler feststehen, werden weitere 30 Prozent der Schüler an besonders begehrten Oberschulen per Losentscheid zugeteilt. Um in den Lostopf zu gelangen, müssen Schüler keinerlei Qualifikation nachweisen, deshalb wird das Verfahren bereits "Klassenlotterie" genannt.

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Immer mehr Grundschüler bleiben sitzen

  Zahl der Wiederholer hat sich bei den Drittklässlern in zwei Jahren verdoppelt. Kritik an jahrgangsübergreifendem Lernen nimmt zu Von Susanne Vieth-Entus

berlin gibt in diesem Jahr allein für Sitzenbleiber knapp 40 Millionen Euro aus. Dies geht aus der Antwort auf eine Kleine Anfrage des Abgeordneten Özcan Mutlu (Grüne) hervor. Mutlu hatte von der Bildungsverwaltung wissen wollen, wie sich die Sitzenbleiberzahlen in Berlin verändern, seitdem die Schulen zu einer gezielten Förderung versetzungsgefährdeter Schüler verpflichtet sind. Laut der Antwort von Bildungs-Staatssekretärin Claudia Zinke (SPD) wiederholen in diesem Jahr 6740 Schüler eine Klasse. Die Zahl der Wiederholer ist zwar gegenüber dem Schuljahr 2007/08 mit knapp 7600 Sitzenbleibern insgesamt rückläufig, bei den Drittklässlern hat sie sich aber seit zwei Jahren verdoppelt. Mutlu wertet dies als Hinweis darauf, dass das Jahrgangsübergreifende Lernen (Jül) Probleme macht. Überdies wurde am Mittwoch bekannt, dass sich die Bildungsstadträte am Freitag mit Staatssekretärin Zinke über die künftigen Auswahlkriterien an übernachgefragten Schulen und über die berlinweite Verteilung abgewiesener Bewerber einigen wollen.

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Für die Sechstklässler wird es ernst

Für 294.000 Schüler an öffentlichen Schulen und 26.000 Kinder an privaten Bildungseinrichtungen in Berlin ist es soweit: Sie bekommen ihre Halbjahreszeugnisse und damit einen Nachweis über ihren aktuellen Leistungsstand.

Während die Erst- und Zweitklässler meist noch keine Noten bekommen, sondern eine Beurteilung oder einen Lernentwicklungsbericht, erhalten viele Drittklässler erstmals ein Zeugnis mit Zensuren.

Besonders aufgeregt werden alle Schüler der sechsten Klasse sein: Sie bekommen mit diesem Halbjahreszeugnis eine Empfehlung für eine weiterführende Schule. Bis zu einer Durchschnittsnote von 2,2 gibt es eine Gymnasialempfehlung, von 2,8 bis 3,2 eine Realschulempfehlung und ab 3,8 eine Hauptschulempfehlung. In den Zwischenbereichen - von 2,3 bis 2,7 und von 3,3 bis 3,7 - ist für die Empfehlung des Bildungsganges die Einschätzung der Lernkompetenz maßgebend.

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An den Grundschulen läuft etwas schief

 In der neuen Schuleingangsphase müssen immer mehr Kinder eine Klasse wiederholen von Martin Klesmann

Seit vier Jahren lernen Kinder an Berliner Grundschulen in der Schuleingangsphase in altersgemischten Gruppen. Jahrgangsübergreifendes Lernen (JüL) nennt sich das, gemeinsam werden 1., 2. und mitunter auch 3. Klasse unterrichtet. So sollen Kinder besser gefördert und gerade schwächere Schüler mitgenommen werden.

Zahlen, die nun vorliegen, scheinen allerdings das Gegenteil zu beweisen: Denn die Zahl der Kinder, die in der 3. Klasse sitzen bleiben, hat sich innerhalb der vergangenen drei Schuljahre deutlich erhöht. Von 230 Sitzenbleibern im Schuljahr 2007/08 stieg die Zahl auf 518 Klassenwiederholer zum laufenden Schuljahr 2009/10. Dies teilte die Bildungsverwaltung auf eine parlamentarische Anfrage des Grünen-Politikers Özcan Mutlu mit. Besonders gravierend: Der Anteil der Migrantenkinder, die sitzen blieben, stieg von 96 auf 223 Kinder an. Das ist mehr als eine Verdopplung. „Da läuft etwas nicht so gut, wie wir uns das wünschen“, sagte Mutlu. „Wir müssen uns fragen, ob JüL als Konzept für Neukölln-Nord gleichermaßen funktionieren kann wie für Dahlem.“

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Zuletzt aktualisiert am Samstag, den 07. Februar 2009 um 11:52 Uhr