| Schulinspektion |
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Was ist Schulinspektion? Aufgabe der Schulinspektion ist es, die Berliner Schulen in ihrer Qualitätsentwicklung zu unterstützen. Dazu untersucht die Schulinspektion die Schule als Gesamtsystem und gibt ihr Rückmeldungen zu ihren Stärken und zu ihrem Entwicklungsbedarf. Sie hält die Ergebnisse in einem Inspektionsbericht fest, in dem das Qualitäts- und das Unterrichtsprofil der Schule differenziert dargestellt werden. Es gibt keine Zensuren. Ein Ranking der inspizierten Schulen ist nicht möglich, einzelne Lehrkräfte werden durch die Schulinspektion nicht beurteilt. In der Regel werden Schulen alle fünf Jahre inspiziert, bei erheblichem Entwicklungsbedarf auch in kürzeren Abständen. Weshalb gibt es die Schulinspektion? Das Berliner Schulgesetz vom Februar 2004 stellt die Selbstständigkeit und Eigenverantwortung der Schulen in den Mittelpunkt. Um dennoch die Vergleichbarkeit der schulischen Entwicklungen zu gewährleisten, wird die interne Evaluation in den Schulen um die Außensicht durch externe Evaluation ergänzt. Dafür hat das Land Berlin die Schulinspektion eingerichtet. Die Schulinspektion betrachtet und analysiert die wichtigen pädagogischen und organisatorischen Handlungsfelder und gibt den Schulen damit Anstöße und Anregungen für die weitere Qualitätsentwicklung. Was wird bei der Schulinspektion untersucht? Grundlage der Untersuchungen ist der „Handlungsrahmen Schulqualität in Berlin", in dem Qualitätsbereiche und Qualitätsmerkmale guter Schulen beschrieben sind. Der Handlungsrahmen Schulqualität umfasst sechs Qualitätsbereiche:
Die Qualitätsbereiche gliedern sich in 25 Qualitätsmerkmale, die im Handlungsrahmen ausführlich erläutert werden. Wie werden Schulen inspiziert? Die Schulinspektion verwendet standardisierte Verfahren, um zu einem aussagekräftigen Inspektionsbericht zu kommen. Dazu gehören Datenerhebung, Dokumentenanalyse, Fragebogen, Schulrundgang, Unterrichtsbeobachtungen und Interviews mit Schülerinnen und Schülern, Eltern, pädagogischem Personal und der Schulleitung. - Unterrichtsbeobachtungen Zentrales Element der Schulinspektion sind Unterrichtsbesuche in möglichst allen Klassen/Kursen, in allen Fächern und bei allen Lehrkräften der Schule (mindestens jedoch 70 %). Diese Unterrichtsbesuche dauern 20 Minuten. Auf einem Bogen werden Beobachtungen zur Unterrichtsorganisation, zum Unterrichtsprozess und zum pädagogischen Klima in der Lerngruppe festgehalten. Diese Daten werden statistisch ausgewertet und ergeben das Unterrichtsprofil der Schule. - Inspektionsbericht Die Erkenntnisse aus den Unterrichtsbesuchen, den Beobachtungen in der Schule, den Interviews sowie den Daten und Dokumenten werden in einem Bewertungsbogen festgehalten. Sie bilden die Grundlage für den Inspektionsbericht, der vom Inspektionsteam verfasst wird. Er wird der Schule übermittelt und ausführlich vorgestellt und erläutert. Wer inspiziert Schulen? In der Regel werden die Schulen von einem Team, bestehend aus drei bis vier Personen, inspiziert. Diese Personen sind:
Alle Teammitglieder sind in der Qualitätsentwicklung erfahren. Sie wurden umfassend auf ihre Tätigkeit in der Schulinspektion vorbereitet und bilden sich ständig fort. Wie verläuft eine Schulinspektion?
Was passiert nach der Schulinspektion? Die Schule setzt sich mit den Ergebnissen der Schulinspektion auseinander und berücksichtigt diese bei der weiteren Qualitätsentwicklung. Aufgabe der zuständigen Schulaufsicht ist es, mit der Schule nach Besprechung des Inspektionsberichts verbindliche Zielvereinbarungen über die Weiterentwicklung der Qualität der Schule zu schließen. Das Vorgehen und die Verfahren der Schulinspektion sind im „Handbuch Schulinspektion" beschrieben, das alle Berliner Schulen erhalten haben.
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| Zuletzt aktualisiert am Montag, den 02. Februar 2009 um 18:48 Uhr |
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