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Protest für Schulmusik PDF Drucken E-Mail

An den Realschulen gab es bislang 1,5 Stunden Musikunterricht pro Woche. Für Sekundarschüler ist nur noch eine einzige Stunde Musik verbindlich. Außerdem sind die Fächer Musik und Bildende Kunst austauschbar.

Am 16. März um 13 Uhr wird in der Berliner Philharmonie gegen den geplanten Abbau von Schulmusik protestiert. Vom 10. März an hängt ein Protestbanner am Kammermusiksaal der Philharmonie.


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Appell der Dirigenten und Intendanten PDF Drucken E-Mail

berliner-morgenpost Berlins Bildungssenator erstaunt über Brandbrief - Von Katrin Lange, Regina Köhler und Volker Blech

Der Brandbrief der Berliner Kulturschaffende, darunter Dirigenten wie Daniel Barenboim, Sir Simon Rattle oder Donald Runnicles, findet breite Unterstützung. Bildungssenator Jürgen Zöllner hat die Kritik mit Unverständnis aufgenommen. Dabei warten allein 6500 Kinder auf einen Platz an einer Musikschule.

Carl St. Clair, Generalmusikdirektor der Komischen Oper, kann nur mit dem Kopf schütteln. „Wer nichts für seinen Nachwuchs tut, der stirbt irgendwann aus“, sagt der Amerikaner. Die Pläne von Bildungssenator Jürgen Zöllner (SPD), den Musikunterricht an den künftigen Sekundarschulen zu kürzen, sorgen für breiten Protest. Pamela Rosenberg, Intendantin der Berliner Philharmoniker, sieht die Gefahr, dass „die Allgemeinbildung auf ökonomische Inhalte reduziert werden soll“.

Nach dem offenen Brief der Berliner Kulturschaffenden an die zuständige Senatsverwaltung, in dem sie 1,5 Stunden Musikunterricht fordern statt nur einer Stunde pro Woche, haben sich auch Musiklehrer und Musikschulleiter für einen Erhalt der musikalischen Ausbildung ausgesprochen. Christian Höppner, Präsident des Landesmusikrates, des Dachverbandes der Musiker und musikalischen Laien, betont, dass es höchste Zeit sei, dass sich die professionelle Musikszene äußert. „Berlin trägt in diesem Bereich bundesweit die rote Laterne“, sagt Höppner.


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Zuletzt aktualisiert am Dienstag, den 09. März 2010 um 22:18 Uhr
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Nachhilfe. Gutes Geld mit schlechten Noten PDF Drucken E-Mail

 Eine Studie der Bertelsmann-Stiftung belegt: Die Nachhilfebranche erlebt goldene Zeiten. Nicht immer sind schlechte Zensuren der Grund für den Zusatzunterricht

Lena Henning ist zufrieden.Sie ist mit geringem Eigenkapital direkt nach dem Deutsch- und Politikstudium als Franchisepartnerin beim Nachhilfeinstitut Studienkreis eingestiegen. Mit Erfolg. Die von ihr geführte Nebenstelle in Bremen läuft seit einem Jahr bestens. Tatsächlich haben die meisten der kleinen und großen Nachhilfeinstitute seit Jahren Hochkonjunktur. Und auch Nachhilfelehrer, die auf eigene Rechnung arbeiten, haben alle Hände voll zu tun.


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Zuletzt aktualisiert am Dienstag, den 09. März 2010 um 22:12 Uhr
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Lehrerinnen schaden Jungen nicht PDF Drucken E-Mail

tagesspiegel Zwei Studien des Wissenschaftszentrums Berlin für Sozialforschung (WZB) widerlegen jetzt die These, dass die schlechteren Schulleistungen von Jungen durch den hohen Frauenanteil im Lehrerberuf zu erklären seien. Von Amory Burchard

Es sei empirisch nicht nachgewiesen, dass das Geschlecht der Lehrkraft den schulischen Erfolg von Jungen und Mädchen beeinflusst, erklären WZB-Mitarbeiter Marcel Helbig und zwei Bildungsforscher der Universität Mannheim. Vielmehr würden etwa die Leseleistungen von Schülern beiderlei Geschlechts leiden, wenn sie vier Jahre lang in Deutsch von einem Mann unterrichtet werden.


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Zuletzt aktualisiert am Dienstag, den 09. März 2010 um 22:02 Uhr
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Zöllners Zahlenspielereien PDF Drucken E-Mail

berliner_zeitung Martin Klesmann kritisiert die Schulverwaltung, die nicht alles über Schülergewalt wissen will. Schüler beschimpfen ihre Lehrer auf übelste Weise und auf dem Schulhof wird geprügelt. Geht es nach Bildungssenator Jürgen Zöllner (SPD) sind solche Vorfälle künftig nicht mehr meldepflichtig. Schulleiter müssen das der Bildungsverwaltung nicht mehr anzeigen, ließ Zöllner per Rundschreiben mitteilen. Begründet wird diese Maßnahme mit dem Bürokratieabbau. Das heißt: Schulleiter sollen nicht mehr so viel Papierkram ausfüllen. Doch der Verdacht liegt nahe, dass die Bildungsverwaltung hiermit vor allem die Statistik schönen will. Denn bisher flossen auch die Verbalattacken gegen Lehrer in die offizielle Statistik der Gewaltvorfälle ein. Laut Rundschreiben müssen selbst Vandalismusschäden an Schulen nicht mehr gemeldet werden. Damit aber ist die seit gut zehn Jahren gepflegte, von Zöllners Vorgänger Klaus Böger eingeführte Statistik unbrauchbar.


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Das bessere Schulsystem – eine Gretchenfrage ohne Antwort PDF Drucken E-Mail

Für den ehemaligen PISA-Leiter Baumert ist es mit der Gemeinschaftsschule nicht getan Das bessere Schulsystem – eine Gretchenfrage ohne Antwort Von Philipp Hoffmann

Wenn es eng wird für den Berliner Bildungsforscher Jürgen Baumert, dann setzt er einfach sein gewinnendes Lächeln auf, und schon verzeiht man ihm, dass er der unbequemen Frage ausweicht. Sogar bei der alles entscheidenden Frage, welches Schulsystem denn nun besser ist : das dreigliedrige mit Gymnasium, Real- und Hauptschule oder das nicht differenzierte, in dem alle Schüler bis zum ersten Schulabschluss nach neun, zehn Jahren zusammenbleiben.

Baumert, der am Donnerstagabend auf einem Forum der Max-Planck-Gesellschaft in Berlin über soziale Ungleichheit und das Schulsystem sprach, nennt dies die " Gretchenfrage ". Anlass ist in diesem Fall die Risikogruppe von 20 Prozent der Schüler, die Studien zufolge als 15-Jährige in Lesen und Rechnen kaum über Grundschulniveau hinauskommen und später praktisch keine Chance auf dem Arbeitsmarkt haben. Und es ist die Feststellung, dass in keinem anderen OECD-Staat der Zusammenhang zwischen sozialer Herkunft und Lesekompetenz so hoch ist wie in Deutschland.


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„Lehrer besser ausbilden“ PDF Drucken E-Mail

tagesspiegel Pisa-Papst Baumert erklärt, wie das deutsche Schulwesen gerechter wird.

In keinem Land hängt der Schulerfolg so sehr von der sozialen Herkunft der Kinder ab wie in Deutschland – als zu Anfang des Jahrtausends dieses Ergebnis aus der Pisa-Studie bekannt wurde, war die Nation geschockt. An der Frage, wie diese Ungleichheit zu bekämpfen ist, scheiden sich seitdem die Geister: Ob etwa Schüler länger zusammen lernen sollten, erregt immer wieder die Gemüter.

Der Bildungsforscher Jürgen Baumert, der damals als Leiter der Pisa-Studie die bittere Nachricht überbrachte, lenkte nun bei einem Vortrag in Berlin den Blick auf einen Aspekt, der in seinen Augen in der Diskussion vernachlässigt wird. Es gebe viele Anzeichen, dass die ungenügende fachdidaktische Ausbildung der Haupt- und Realschullehrer dafür verantwortlich sei, dass sich die Leistungen gerade in der Sekundarstufe in Deutschland mehr spreizten als anderswo, sagte Baumert jetzt beim Max-Planck-Forum in der Akademie der Wissenschaften. Wenn er politisch einen Schwerpunkt setzen dürfte, um den Schulerfolg vom sozialen Hintergrund zu entkoppeln, würde er „endlich die Brachstelle Lehrerbildung“ anpacken.


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Arbeitszeit für Lehrer soll neu geregelt werden PDF Drucken E-Mail

berliner-morgenpost  Nachdem die Schulreform verabschiedet worden ist, nehmen die Parlamentarier die nächste bildungspolitische Baustelle in Angriff: Sowohl CDU als auch Grüne fordern neue Arbeitszeitmodelle für Lehrer in Berlin.

Das Thema - seit Jahren debattiert - hätte an Brisanz gewonnen, begründen beide Fraktionen ihre Anträge im Bildungsausschuss. Aufgrund der Schulstrukturreform und der Zunahme von Ganztagsschulen hätten sich die Anforderungen an die Lehrer verändert. Auch die mehr als 1000 dauerkranken Lehrer seien Beweis dafür, dass die Arbeitsbelastung zugenommen habe.

Kern beider Vorschläge ist eine Abkehr vom Pflichtstunden-Modell. Stattdessen solle es eine Jahresarbeitszeit geben, in der Präsenszeiten und die Vor- und Nachbearbeitung des Unterrichts berücksichtigt werden. Außerdem plädieren beide Fraktionen dafür, die Schulstunde von 45 auf 60 Minuten zu verlängern. Durch die Reduzierung der Unterrichtsanzahl von 27 auf 19,5 Stunden werde auch der Aufwand für die Vor- und Nachbereitung reduziert, heißt es in der Begründung.


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